Info & Soli-Veranstaltung Stop Trans*- Pathologisierung 2012

Am Freitag, 14.10.2011 um 19.00 Uhr veranstaltet das Berliner Bündnis „Stop Trans*-Pathologization 2012″ // www.stp2012.info eine Info & Soli-Veranstaltung im TrIQ, Glogauer Str.19, 10999 Berlin X-Berg.

Folgende Vorträge & Diskussionsthemen sind geplant:
- AK „Marginalisierte“: Psychologische Gutachten in Hartz IV
- Irren-Offensive: Info zur PatVerfü, der Patientenverfügung
gegen psychiatrischen Zwang
- AK-Psychiatriekritik: Psychiatrie und Zweigeschlechterordnung
- Berliner Bündnis STP 2012: Zur Pathologisierung durch ICD und DSM.
- N.N.(angefragt): Medizinische Versorgung von Trans* ohne
Psycho-Stigma?

..dazu (ab 21.30) Performances, Kuchen & Drinks
u.a. mit The Titty Boyz, Océan, Gaby Tupper, Del_F64.0,Alex
Vlad…

Eintritt: Spende

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internationaler Aktionstag am Samstag,
22.Oktober 2011.

Kundgebung in Berlin:
15.00 Uhr,
vor der DGPPN, Reinhardtstraße 14,
(U/S: Friedrichstrasse)

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Die weltweite Kampagne „Stop Trans-Pathologisierung 2012“ zielt auf die
Entpathologisierung von Trans* Identitäten (Transsexuelle und
Transgender) und deren Streichung aus den internationalen
Krankheits-Katalogen (DSM der American Psychiatric Assocation und ICD
der Weltgesundheitsorganisation).Die überarbeiteten Versionen der
Kataloge sollen 2013 (DSM) bzw. 2015 (ICD) herauskommen. Das Ziel der
Kampagne ist, dass im nachfolgenden ICD11 (ab 2014 in Kraft)
Trans*-Menschen nicht mehr als psychisch krank denunziert werden sollen.
Die Hauptforderung der Kampagne lautet daher:
„STREICHUNG DER DIAGNOSE GESCHLECHTSIDENTITÄTSSTÖRUNG AUS DEN
KRANKHEITSKATALOGEN!“

Derzeit wird Transidentität als psychische Krankheit angesehen und
„Geschlechtsidentitätsstörung“ genannt. Die Abweichung von einer starren
Zwei-Geschlechter-Ordnung wird so als abnormal und krank dargestellt.
Das gibt der Medizin und dem Staat die Kontrolle über unsere
Geschlechtsidentität und unsere Körper. In diesem System haben wir nur
dann ein Recht auf medizinische und rechtliche Schritte der
„Geschlechtsangleichung“, wenn wir uns als psychisch gestört definieren
lassen.

Die manifeste Ausweitung stigmatisierender Zuschreibungen gegen Trans*
durch die DSM/ICD-Revision ist diskriminierend. Schon vor und besonders
im dt. Faschismus wurden Obdachlose, Prostituierte, Homosexuelle, Sinti
und Roma u.v.a. als „soziale Randgruppen“ und „gemeinschaftsfremd“
gebrandmarkt. Im Kampf „jede_r gegen jede_n“ fördern psychiatrische
Normierungen heute die Ausgrenzung „Unangepasster“. Diese
verschärfte soziale Selektion markiert einen gesellschaftlichen
Rechtsruck, dem wir uns entgegen stellen!

Die Kampagne „Stop Trans*-Pathologisierung 2012“ wird von mehr als 270
Trans-Gruppen in 61 Städten in Europa, Afrika, Asien, sowie Nord- und
Südamerika unterstützt. Denn die Pathologisierung von Trans-Identitäten
ist eine der Grundlagen einer weltweit verbreiteten Transphobie, die mit
einer steigenden Anzahl von Gewaltakten und Haßmorden gegen
Trans*-Menschen einhergeht. Gegen die geplante Ausweitung der
Pathologisierung in den internationalen Krankheitskatalogen planen wir
in 61 Städten weltweit einen zeitgleichen

Aktionstag
am Samstag,
22.Oktober 2011.

Kundgebung in Berlin:
15.00 Uhr,
vor der DGPPN, Reinhardtstraße 14,
(U/S: Friedrichstrasse)